Meer entdecken: Neue Ausstellung zeigt die faszinierende Vielfalt der Lübecker Bucht
Niendorf/Ostsee, 16. Oktober 2026. Die Lübecker Bucht ist weit mehr als Wasser, Strand und Horizont: Sie ist ein vielfältiger Lebensraum, in dem winzige Organismen, Seegras, Fische und Menschen miteinander verbunden sind. Die neue Ausstellung „MEER ENTDECKEN – Die faszinierende Vielfalt vor unserer Haustür“ lädt dazu ein, diesen Lebensraum aus neuen Perspektiven kennenzulernen. Fotografien, Mikroskopaufnahmen und Geschichten aus der Region machen sichtbar, wie eng Menschen und Meeresleben miteinander verbunden sind.
Die Ausstellung wurde am Freitag, 16. Oktober 2026, im Anschluss an die Taufe zweier Inklusionsjollen an der Jollenstation im Niendorfer Hafen in Kooperation mit der Deutschen Meeresstiftung eröffnet.
Rund 31 Fotografien der Deutschen Meeresstiftung und des Forschungsschiffs ALDEBARAN geben Einblicke in die Meeresforschung, die verborgene Welt unter Wasser und die Arbeit mit jungen Forschenden. Ergänzt werden sie durch Fotografien von Wolfgang Köhler, der Menschen porträtiert, die sich für das Meer engagieren. Ein Schwerpunkt zeigt Schülerinnen und Schüler des bundesweiten Meereswettbewerbs „Forschen auf See“ bei ihrer Arbeit an Bord der ALDEBARAN. Die Bilder erzählen von Forschungsprojekten zu Themen wie Seegras, PFAS und Methan – und davon, wie junge Menschen wissenschaftliche Methoden unmittelbar erleben. Mikroskopaufnahmen machen zugleich sichtbar, welche Vielfalt sich im Kleinen verbirgt: von Kieselalgen und Ruderfußkrebsen bis zu Wasserflöhen und Meeresmilben. Viele dieser Organismen sind wichtige Bestandteile mariner Nahrungsnetze. Auch die Menschen der Region und aktuelle Fragen des Meeresschutzes kommen in der Ausstellung vor. Ein Bild zeigt einen Niendorfer Fischer, der biologische Proben aus seinem Fang an ein Forschungsteam übergibt. Die Niendorfer Erklärung greift die Zukunft der Küstenfischerei auf: Der Fischer der Zukunft kann neben seiner Rolle als Ernährer auch Wissen vermitteln, die Forschung unterstützen, Meeresdaten erheben und sich an der Pflege mariner Lebensräume beteiligen. Der Fall des Buckelwals „Timmy“, der im März 2026 vor Niendorf strandete, erinnert daran, wie sehr Ereignisse im Meer die Menschen bewegen – und wie wichtig eine gute Zusammenarbeit zwischen Behörden, Wissenschaft und zivilgesellschaftlichen Organisationen ist.
Mit Fotografien, wissenschaftlichen Einblicken und regionalen Geschichten verbindet „MEER ENTDECKEN“ Forschung und Alltag. Die Ausstellung macht deutlich: Jeder Teil des Ökosystems zählt – und Meeresschutz ist eine gemeinsame Aufgabe.