Ocean Science Ausstellung
Offiziell als UN-Ozean-Dekade-Beitrag anerkannt
Die Ocean Science Multimedia-Ausstellung der Deutschen Meeresstiftung an Bord der Cap San Diego im Hamburger Hafen ist die derzeit einzige öffentlich zugängliche Ausstellung in Deutschland, die sich vollständig der UN-Dekade der Ozeanforschung für nachhaltige Entwicklung (UN-Ozeandekade 2021–2030) widmet. Sie richtet sich an Besucherinnen und Besucher aller Altersgruppen – von Schulklassen über Familien bis hin zu Fachpublikum und politischen Entscheidungsträgern.
Herzstück der Ausstellung ist eine interaktive Multimedia-Show, die in deutscher und englischer Sprache innerhalb kurzer Zeit die Hintergründe, Ziele und Herausforderungen der UN-Ozeandekade verständlich vermittelt. Gleichzeitig werden die wichtigsten Handlungsfelder Deutschlands für einen nachhaltigen Umgang mit dem Ozean aufgezeigt – von Klima- und Meeresschutz über nachhaltige Nutzung mariner Ressourcen bis hin zu Forschung, Innovation und Bildung.
Die von mehr als 75 Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft unterstützte Ausstellung macht die globalen Ziele der Ozeandekade für ein breites Publikum erlebbar. Sie zeigt auf anschauliche Weise, warum der Ozean für Klima, Ernährung, Biodiversität und wirtschaftliche Entwicklung von zentraler Bedeutung ist und welche Beiträge jede und jeder Einzelne zu seinem Schutz leisten kann.
Als außerschulischer Lernort bietet die Ausstellung insbesondere Schulen ein attraktives Bildungsangebot. Die Kombination aus multimedialen Inszenierungen, interaktiven und einmaligen Exponaten und moderierten Dialogformaten ermöglicht einen niedrigschwelligen Zugang zu komplexen Zukunftsthemen und fördert das Verständnis für die Bedeutung des Ozeans als größten Lebensraum unseres Planeten. Die Ausstellung leistet damit einen konkreten Beitrag zur Umsetzung der Ziele der UN-Ozeandekade und zur Stärkung des Meeresbewusstseins in Deutschland.
Neben den beiden Weltpremieren Mikroplastiksammler, ein durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klima gefördertes Projekt, und dem ersten Forschungstaucher geführten Unterwasser-Satelliten zeigt die Ausstellung ein Argo Float, eine von 3.000 derzeit auf dem Ozean eingesetzten modernsten Messbojen, sowie einen aktiven Algenreaktor der Universität Hamburg als Sinnbild für die Gewinnung künftiger Nahrung und Energie aus dem Ozean. Außerdem ausgestellt ist eine der ersten automatischen Messstationen für Schiffe, das OceanPack™ der Kieler Firma SubCtech, das auch der Hamburger Profisegler Boris Herrmann an Bord seiner IMOCA Rennjacht Malizia Seaexplorer einsetzt. Eine historische schwedische Seemine und Kunst aus Geisternetzen des Hamburger Startups Bracenet, zusammen mit einer aktuellen Dokumentation zur Bergung von Munition in der Ostsee, machen das Thema Meeresmüll erlebbar. Auf einem Touch Tisch der Deutschen Meeresstiftung erhalten Besucher Informationen zur Ozeandekade und können Filme aller 80 Expeditionen des Deutschen Meereswettbewerbs an Bord des Forschungsschiffes ALDEBARAN anschauen, von dem auch eine historische Wetterstation ausgestellt ist.
Die Cap San Diego, das größte fahrtüchtige Museumsfrachtschiff der Welt, ist seit 2003 ein maritimes Denkmal und schwimmendes Hotel, das heute seinen Liegeplatz an der Überseebrücke in Hamburg hat. Die Ausstellung findet im ehemaligen Süßöltank und Laderaum des Frachters statt und besteht aus einer Multimediashow auf fünf großen Videowänden und ausgewählten Exponaten. Während der gesamten Ozeandekade wird an Bord die Ocean Science Multimedia Dauerausstellung gezeigt.
Diese Ausstellung wird zum Schutz unserer Ozeane mit Solarstrom betrieben – mit Unterstützung einer von Meyer Burger auf dem Deck des Cap San Diego installierten Photovoltaikanlage – und ist damit die erste Ausstellung, die in Hamburg nur auf selbsterzeugten Solarstrom setzt.
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