Vom European Ocean Pact zum European Ocean Act: Die Deutsche Meeresstiftung treibt die Entwicklung einer gemeinsamen europäischen Meerespolitik voran. Europa verfügt über die weltweit größte ausschließliche Wirtschaftszone und damit über eine einzigartige Verantwortung und Chance, zum globalen Vorreiter für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Ozeane zu werden. Deutschland muss dabei eine Schlüsselrolle übernehmen.
Berlin/Hamburg, 4. November 2026. Beim Parlamentarischen Meeresabend der Deutschen Meeresstiftung im Europäischen Haus in Berlin haben Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft über die Zukunft der europäischen Meerespolitik diskutiert. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie aus dem European Ocean Pact ein verbindlicher European Ocean Act werden kann, der Schutz, Wiederherstellung und nachhaltige Nutzung der Meere in einem gemeinsamen politischen Rahmen zusammenführt.
Der Ozean entscheidet maßgeblich über die Zukunft der Menschheit. Er reguliert unser Klima, produziert einen erheblichen Teil des Sauerstoffs, den wir atmen, sichert Ernährung und Lebensgrundlagen für Milliarden Menschen und bildet das Rückgrat des internationalen Handels. Zugleich eröffnet er enorme Potenziale für erneuerbare Energien, nachhaltige Ernährung, innovative Rohstoffe und eine regenerative Wirtschaft.
Dennoch werden die Meere in der nationalen und europäischen Politik bislang häufig getrennt nach Umwelt-, Fischerei-, Wirtschafts-, Energie- und Sicherheitsinteressen betrachtet. Diese Fragmentierung müsse überwunden werden, so der Tenor des Abends.
Die Deutsche Meeresstiftung (DMS) hat sich deshalb als Mitinitiatorin des European Ocean Pact dafür eingesetzt, aus einer gemeinsamen europäischen Vision eine verbindliche politische und rechtliche Perspektive zu entwickeln: den European Ocean Act.