Deutschland tritt dem UN-Hochseeschutzabkommen bei: Ein Meilenstein für den Schutz der Hohen See

Quelle: yitang-yang - Unsplash

Die Deutsche Meeresstiftung begrüßt den Beitritt Deutschlands zum UN-Hochseeschutzabkommen (BBNJ). Mit der Hinterlegung der Ratifikationsurkunde bei den Vereinten Nationen werden die Regelungen des Abkommens ab dem 21. Oktober 2026 auch für Deutschland verbindlich.

Wir freuen uns, dass Deutschland diesen wichtigen Schritt nun vollzogen hat, auch wenn wir uns eine frühere Ratifikation gewünscht hätten. Nun gilt es, den politischen Beschluss mit Leben zu füllen und die internationale Umsetzung konsequent voranzutreiben.

Die Hohe See umfasst rund die Hälfte der Erdoberfläche und beherbergt einzigartige Ökosysteme von zentraler Bedeutung für Klima, Biodiversität und die Gesundheit unseres Planeten. Das Hochseeschutzabkommen schafft erstmals einen verbindlichen internationalen Rahmen, um Schutzgebiete jenseits nationaler Hoheitsgewässer einzurichten, Umweltstandards zu stärken und die biologische Vielfalt der Hochsee langfristig zu bewahren.

Für die Deutsche Meeresstiftung steht dabei ein Grundsatz im Mittelpunkt:

Schutz und nachhaltige Nutzung des Ozeans dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Lösungen entstehen im Dialog.

Der Ozean ist das gemeinsame Erbe der Menschheit. Er darf weder als rechtsfreier Raum noch als unbegrenzt verfügbare Rohstoffquelle betrachtet werden. Gleichzeitig ist der Mensch Teil dieses Ökosystems und trägt Verantwortung für dessen Schutz und nachhaltige Nutzung.

Deshalb braucht es einen offenen und konstruktiven Dialog zwischen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Gerade in Deutschland besteht hier noch erhebliches Potenzial, die verschiedenen Perspektiven stärker zusammenzubringen. Tragfähige Lösungen entstehen nur durch Zusammenarbeit und gemeinsame Verantwortung.

Die Ratifikation ist ein wichtiger Meilenstein. Sie markiert jedoch nicht das Ziel, sondern den Beginn einer entscheidenden Umsetzungsphase. Die Deutsche Meeresstiftung wird diesen Prozess weiterhin aktiv begleiten und sich dafür einsetzen, dass aus internationalen Vereinbarungen konkrete und wirksame Maßnahmen für den Schutz der Hochsee werden.

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