Positionen

Die Deutsche Meeresstiftung wird nach Möglichkeit konkrete Positionen zu wichtigen Meeresfragen beziehen und diese in Form von politischen Briefings hier auf der Website veröffentlichen.

Da diese Arbeit viel Erfahrung und Know-how erfordert, werden diese Briefings hauptsächlich mit Partnern aus unseren Netzwerken in Deutschland, Europa und der ganzen Welt entwickelt, wie z.B. dem Deutschen Naturschutzring (DNR), Rise Up For The Ocean, der High Seas Alliance, der Ocean and Climate Platform und der International Union for the Conservation of Nature.

Wir sind dankbar über weitere Vorschläge und Positionen, die sie uns gerne per Mail schicken: policy@meeresstiftung.de.

  • European Century of the Ocean

    Der erfolgreichste Betrieb der Erdgeschichte: unser Planet

    Seit mehr als 4,5 Milliarden Jahren funktioniert unser Planet nach einem einfachen, aber genialen Prinzip: Er arbeitet in stabilen Kreisläufen, nutzt ausschließlich die Energie der Sonne – und produziert keinen Müll.

    Wasser, Kohlenstoff, Nährstoffe und Materialien zirkulieren in perfekt aufeinander abgestimmten Systemen. Was für das eine Lebewesen Abfall ist, wird für ein anderes zur Ressource. Alles wird wiederverwendet, nichts geht verloren. So entstehen stabile Ökosysteme, fruchtbare Landschaften und ein lebendiger Ozean – die Grundlage allen Lebens.

    Der Ozean spielt dabei eine zentrale Rolle: Er reguliert das Klima, speichert Wärme und CO2, erzeugt Sauerstoff, transportiert Nährstoffe und verbindet die globalen Stoffkreisläufe miteinander. Ohne gesunde Meere gibt es keine funktionierenden Kreisläufe an Land – und ohne funktionierende Kreisläufe keine Zukunft für unsere Gesellschaft.

    Im Vergleich dazu arbeitet unsere heutige Wirtschaft noch immer linear: Wir entnehmen Ressourcen, verbrauchen Energie und erzeugen Abfälle, die sich in Luft, Böden und Meeren anreichern. Damit entfernen wir uns zunehmend von dem System, das sich über Milliarden Jahre als stabil, effizient und krisenfest bewährt hat.

    Unsere Vision für Europa: Eine Meeres- und Nachhaltigkeitspolitik, die sich an den Prinzipien der Natur orientiert.

    Das bedeutet:

    -Kreislaufwirtschaft statt Wegwerfproduktion
    -Erneuerbare Energien statt fossiler Abhängigkeit
    -Gesunde Meere statt übernutzter Ökosysteme
    -Natürliche Prozesse als Vorbild für Wirtschaft und Technik

    Wenn wir unsere Wirtschafts- und Politiksysteme an die Logik der planetaren Kreisläufe anpassen, entsteht nicht Verzicht, sondern Zukunftsfähigkeit: stabile Lieferketten, resiliente Ökosysteme, saubere Energie und langfristiger Wohlstand.

    Der Planet zeigt uns seit Milliarden Jahren, wie nachhaltiges Wirtschaften funktioniert.

    Jetzt ist es an uns, dieses Wissen in eine moderne europäische Meerespolitik zu übersetzen – als Grundlage für Klimaschutz, Biodiversität, Ernährungssicherheit und Frieden.

    Eine Politik im Einklang mit den Kreisläufen der Erde ist keine Utopie. Sie ist die erfolgreichste Strategie, die es bereits gibt.

  • Meeresbewusstsein

    Das Bewusstsein für die Bedeutung der Meere ist die grundlegende Voraussetzung für ihren Schutz und ihre nachhaltige Nutzung. Viele Menschen sind sich nicht bewusst, wie stark sie direkt oder indirekt vom Ozean abhängen – sei es durch Nahrung, Sauerstoff oder Klimaregulation. Kampagnen und Bildungsprogramme, die das Wissen über die Meeresökologie und die Auswirkungen menschlicher Aktivitäten fördern, können hier entscheidende Veränderungen bewirken. Ein stärkeres Meeresbewusstsein motiviert Individuen und Gesellschaften, sich aktiv für den Schutz der Ozeane einzusetzen. So entsteht eine breite Basis für die Umsetzung globaler und regionaler Meeresschutzmaßnahmen.

  • Biodiversität

    Der Schutz der marinen Biodiversität ist nicht nur für das ökologische Gleichgewicht, sondern auch für die menschliche Lebensgrundlage von zentraler Bedeutung. Meerestiere und -pflanzen spielen eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Klimas, sie sind essenziell für die Produktion von Sauerstoff und der Absorption von CO₂. Der Verlust von Biodiversität gefährdet viele wirtschaftliche Sektoren wie Fischerei und Tourismus, die von gesunden Meeresökosystemen abhängen. Durch Schutzgebiete und internationale Programme wie die UN-Dekade für die Wiederherstellung der Ökosysteme könnte der Verlust an Artenvielfalt gestoppt und die Regeneration mariner Lebensräume gefördert werden. Eine nachhaltige Nutzung der Meere sichert somit nicht nur ihre Schönheit, sondern auch ihre essenzielle Funktion für das globale Ökosystem und nicht zuletzt das Überleben der Menschheit auf unserem Planeten.

  • Tiefseebergbau

    Die Forderung nach einem Moratorium für den Tiefseebergbau gewinnt an Boden. Staaten, Unternehmen und Wissenschaftler betonen, dass mehr Forschung nötig ist, bevor Tiefseebergbau durchgeführt werden kann. Die Deutsche Meeresstiftung unterstützt ein Moratorium und schließt sich der Aufforderung von RiseUp an die Regierungen an, sofort und entschieden zu handeln:

    Öffentliche Unterstützung eines Moratoriums für den Tiefseebergbau, um irreversible Schäden für den Ozean zu verhindern.

    Ablehnung der Unterstützung oder Genehmigung von Anträgen für den Abbau von Mineralien in der Tiefsee.

    Sich für einen Rahmen zum Schutz der Ozeane einsetzen, der auf Gerechtigkeit, dem Vorsorgeprinzip, Multilateralismus und der gerechten Verwaltung unserer gemeinsamen globalen Ressourcen beruht.

  • Nick Fewings

    Blue Economy

    Die Blue Economy verbindet wirtschaftliches Wachstum mit dem Schutz der Meeresressourcen und ist ein zentraler Ansatz für nachhaltige Entwicklung. Bedingt dadurch, dass zwei Drittel der Erdoberfläche vom Ozean bedeckt sind werden in Zukunft Branchen wie nachhaltige Aquakultur, Tourismus und erneuerbare Energien vermutlich das größte Potenzial haben schaffen Arbeitsplätze, ohne die Umwelt irreversibel zu schädigen. Sie setzen auf Innovationen und Technologien, die Ressourceneffizienz und Umweltschutz fördern, anstatt kurzfristige Gewinne zu maximieren. Durch internationale Zusammenarbeit und klare Richtlinien kann die Blue Economy dazu beitragen, die Meeresökosysteme zu bewahren und gleichzeitig den Wohlstand global zu fördern. Sie zeigt, dass wirtschaftlicher Erfolg und Umweltschutz Hand in Hand gehen können - so werden insbesondere auch Länder des globalen Süden an dieser neuen Entwicklung intensiv und gerecht teilhaben können.

  • Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL)

    Die Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) der EU ist ein wichtiger politischer Ansatz, um die Meeresumwelt zu schützen und nachhaltig zu nutzen. Sie verpflichtet die Mitgliedsstaaten, Maßnahmen zu ergreifen, um bis 2027 einen „guten Umweltzustand“ in allen europäischen Meeren zu erreichen. Die Richtlinie bietet einen klaren Rahmen, um Umweltbelastungen wie Überfischung, Verschmutzung und Lebensraumzerstörung entgegenzuwirken. Gleichzeitig fördert sie die wissenschaftliche Forschung, um die Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf die Meere besser zu verstehen. Durch die MSRL wird der Grundstein für einen langfristigen Schutz der europäischen Meeresgebiete gelegt, dessen Ziele wegen nicht erreichen, bislang immer wieder in die Zukunft verschoben werden mussten. Wir plädieren dringend dafür, diese Regeln weiterhin fortzuschreiben und Maßnahmen zur Einhaltung wesentlich zu verstärken.

  • Nationalpark Ostsee

    Der Nationalpark Ostsee ist ein aus der Zeit gefallendes Beispiel für den Versuch sensible marine Ökosysteme in einer Region mit hohem ökologischen und wirtschaftlichen Druck zu schützen. Die wahrhaftige Lösung zum Schutz der Ostsee liegt darin, zunächst den Eintrag von Dünger aus der industriellen Landwirtschaft zu stoppen  und die von der Wissenschaft vorgegebenen Fangquoten für die Fischerei auch tatsächlich umzusetzen. Nur mit diesen beiden Maßnahmen können Lebensräume für zahlreiche bedrohte Arten geschützt werden und überfischte Fischbestände sich erholen. Aus unserer Sicht wäre statt rigorosen Verboten, das nachhaltige Nebeneinander und Miteinander von Mensch, Natur und dem Ozean, das angesagte Ziel. Ein wesentliches Element dazu ist ein nachhaltiger Tourismus, der die regionale Wirtschaft stärkt und das Bewusstsein für den Schutz der Meere schärft. Durch die gezielte Förderung von Bildungs- und Forschungsprojekten und der massiven Steigerung des Meeresbewußtseins tragen Schutzgebiete dazu bei, innovative Ansätze für den Schutz der Meere zu entwickeln.

  • Erneuerbare Energien

    Erneuerbare Energien sind die derzeit effektivste Maßnahme für den Meeresschutz und entscheidend für den Übergang zu einer klimaneutralen Zukunft, da sie fossile Brennstoffe ersetzen und CO₂-Emissionen reduzieren. Besonders Solarenergie und Solarthermie haben auch in unseren Breiten ein enormes Potenzial, große Mengen sauberen Stroms zu liefern. Der Ausbau solcher Technologien trägt dazu bei, die Klimaziele zu erreichen und gleichzeitig Arbeitsplätze in der grünen Wirtschaft zu schaffen. Zudem verringert die Nutzung erneuerbarer Energien die Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen, wodurch Energieautarkie und Versorgungssicherheit und Frieden auf der Welt gestärkt werden. Durch den Schutz und die Integration mariner Ökosysteme in diese Projekte können erneuerbare Energien zudem mit dem Erhalt der Biodiversität in Einklang gebracht werden. Unabhängig von der Politik kann hier jeder Bürger zu seinem eigenen Vorteil sofort aktiv werden. 

  • Offshore Windenergie

    Offshore-Windenergie ist eine wichtige Technologie für die Energiewende, da sie große Mengen sauberen Stroms mit minimaler Flächenbeanspruchung liefert. Windparks auf dem Meer können besonders effizient arbeiten, da die Windgeschwindigkeiten hier höher und konstanter sind als an Land. Moderne Technologien ermöglichen den Bau von Windparks, die mit marinen Ökosystemen koexistieren und den Einfluss auf Flora und Fauna minimieren. Außerdem bieten die Fundamente der Offshore Windanlagen wertvolle Rückzugsgebiet te für Ökosystem, die normalerweise von der Fischereizerstört würden.

  • Pestizidwirkstoffe im Meer

    In Unterstützung der Gutachten erstellt im Auftrag der Aurelia Stiftung, der ClientEarth gGmbH, des Deutsche Umwelthilfe e.V., des Deutscher Naturschutzring (DNR) e.V., des foodwatch e.V., des Pestizid Aktions-Netzwerk e.V. (PAN Germany) und des Umweltinstitut München e.V. fordert die Meeressttiftung die Bundesregierung auf, die Pläne der EU-Kommission zur Abschaffung regelmäßiger Risikobewertungen für landwirtschaftliche Giftstoffe wie Glyphosat abzulehnen.

    Was auf dem Acker ausgebracht wird, landet am Ende im Meer. Pestizide und ihre Abbauprodukte werden über Flüsse, Grundwasser und die Atmosphäre in unsere Küsten und Ozeane eingetragen. Dort schädigen sie Plankton, Muscheln, Fische und empfindliche Lebensräume wie Seegraswiesen und Korallenriffe. Diese Organismen bilden die Grundlage mariner Nahrungsketten und sind zugleich entscheidend für die CO₂-Aufnahme der Meere. Eine entschlossene Regulierung und ein konsequentes Verbot besonders gefährlicher Pestizide schützt deshalb nicht nur unsere Böden, Bestäuber und Trinkwasser, sondern auch das Meer als größtes zusammenhängendes Ökosystem unseres Planeten. Wer das Vorsorgeprinzip bei Pestiziden aufweicht, gefährdet am Ende die biologische Stabilität der Ozeane – und damit auch unsere eigene Lebensgrundlage.

  • Permakultur

    Neben dem Klimawandel sind die Einträge durch Gifte und Düngemittel aus der industriellen Landwirtschaft das größte Problem für den Ozean, hauptsächlich in Industrieländern. Die Lösung dafür wäre der unmittelbare Umstieg zu einer nachhaltigen Landwirtschaft beziehungsweise Formen von moderner Permakultur. Permakultur bietet einen ganzheitlichen Ansatz zur Landwirtschaft, der im Vergleich zur industriellen Landwirtschaft nachhaltiger, regenerativer und umwelt- und meeresfreundlicher ist, denn sie basiert auf natürlichen Kreisläufen und fördert die Regeneration von Böden, die in der industriellen Landwirtschaft oft durch Monokulturen und chemische Düngemittel erschöpft werden. Gesunde Böden speichern mehr Kohlenstoff, reduzieren die Erosion und erhöhen die Wasserspeicherfähigkeit, was Permakultur zu einer langfristig tragfähigen Lösung macht.
    Die Permakultur ist anpassungsfähig und widerstandsfähiger gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels. Mischkulturen und diversifizierte Systeme sind weniger anfällig für Wetterextreme und Schädlingsbefall als großflächige Monokulturen.
    Permakultur fördert lokale Wirtschaftskreisläufe und ermöglicht insbesondere lokalen Gemeinschaften, ihre eigene Nahrung in kleinem Maßstab nachhaltig zu produzieren. In Kombination mit lokalen Märkten reduziert sie die Abhängigkeit von globalen Agrarmärkten und macht Menschen weniger abhängig von der Preispolitik von Supermärkten.

  • Zero Pollution und Kreislaufwirtschaft

    Zero Pollution und Kreislaufwirtschaft sind unverzichtbare Konzepte für den Schutz der Meere vor den Auswirkungen menschlicher Aktivitäten. Plastikmüll, Chemikalien und andere Schadstoffe bedrohen die Biodiversität und die Gesundheit der Meeresökosysteme. Durch innovative Technologien, die Abfälle reduzieren und wiederverwerten, müssen wir global den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft fördern. Eine schadstofffreie Meeresumwelt verbessert nicht nur die Lebensqualität für marine Organismen, sondern sichert auch das Überleben der Menschen auf unserem Planeten. 

  • Carbon Capture and Storage Verpressen im Ozean

    Die Verpressung von CO₂ im Ozean durch Carbon Capture and Storage (CCS) wird von der fossilen Energieindustrie immer noch als favorisierte Lösung für die riesigen Mengen an CO₂ propagiert, obwohl bekannt ist, dass das Verfahren im Vergleich zur Entwicklung erneuerbarer Energien zu teuer und nicht nachhaltig ist.

    Die Auswirkungen, die diese Technologie auf den Ozean haben könnte, müssen noch ermittelt werden und könnten zu weit größeren Problemen führen, als wir heute einschätzen. Diese Technologie ist keineswegs die von den Lobbyisten der fossilen Brennstoffe propagierte Übergangslösung.

  • Transformation der Subventionen

    Die Transformation von umweltschädlichen Subventionen ist essenziell, um umweltschädliche Praktiken in der Meeresnutzung umgehend zu stoppen und bestehende nachhaltige Alternativen zu fördern. Aktuell fließen noch immer erhebliche Gelder in die Unterstützung von Überfischung, fossilen Brennstoffen oder umweltschädlichem Tourismus. Durch eine Umverteilung der Subventionen hin zu nachhaltigen Technologien und Praktiken kann der Wandel hin zu einer Blue Economy beschleunigt und auch viele neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Diese Transformation würde nicht nur den Schutz der Meere stärken, sondern auch innovative Wirtschaftszweige fördern, die langfristig stabiler sind. Sie ist ein zentraler Hebel, um ökologische und wirtschaftliche Ziele miteinander zu vereinen.

  • UN Dekade für die Wiederherstellung der Ökosysteme

    Die UN-Dekade für die Wiederherstellung der Ökosysteme (2021–2030) setzt einen globalen Fokus auf die Renaturierung zerstörter Lebensräume, einschließlich mariner Ökosysteme. Die Initiative betont die Bedeutung gesunder Meere für die globale Klimaregulierung, den Erhalt der Biodiversität und die Sicherung von Nahrungsquellen. Durch internationale Kooperationen und innovative Projekte sollen geschädigte Korallenriffe, Seegraswiesen und Mangroven wiederhergestellt werden. Diese Maßnahmen helfen nicht nur der Umwelt, sondern auch den Küstengemeinden, die direkt von den Meeresressourcen abhängen. Die Dekade ist ein dringender Aufruf zum Handeln, um zukünftige Generationen mit intakten Ökosystemen zu versorgen.

  • Einspruch gegen MSC-Zertifizierung der Krillfischerei

    Die Antarctic and Southern Ocean Coalition (ASOC) hat offiziell Einspruch gegen die erneute MSC‑Nachhaltigkeitszertifizierung der antarktischen Krillfischerei eingelegt.

    Der Grund: Die ökologischen Risiken – verstärkt durch Klimawandel und zunehmenden industriellen Fischereidruck – werden aus ihrer Sicht nicht ausreichend berücksichtigt. Damit startet nun ein unabhängiges Prüfverfahren, das zu strengeren Auflagen oder sogar zum Entzug der MSC-Zertifizierung führen könnte.

    Hauptkritikpunkte:
    ▪️Die oft zitierte „1 % Entnahme der Krill‑Biomasse“ sei irreführend – Datenlücken & klimabedingte Veränderungen würden kaum einbezogen.
    ▪️Der rapide Rückgang des Meereises gefährde die wissenschaftliche Grundlage bisheriger Fanggrenzen.
    ▪️Die Fischerei konzentriert sich auf sensible Hotspots wie die Antarktische Halbinsel – essenzielle Nahrungsgebiete für Wale, Pinguine & Robben.
    ▪️2024 wurde die Fangquote erstmals überschritten; die Fischerei musste drei Monate früher schließen.
    ▪️Das „Olympic quota system“ fördert einen Wettlauf um schnelle Fänge.
    ▪️Beobachterabdeckung & Echtzeit‑Reporting seien unzureichend.

    Seit den 1970er Jahren ist die Krill‑Biomasse in Teilen des Südpolarmeeres um geschätzte 70–80 % zurückgegangen. Krill ist eine Schlüsselart des Ökosystems – und für die Kohlenstoffbindung von großer Bedeutung.

    Die Deutsche Meeresstiftung unterstützt die Position von ASOC ausdrücklich.
    Der Schutz des antarktischen Ökosystems hat oberste Priorität.