Parlamentarischer Meeresabend in Berlin: Ozeanpolitik muss gemeinsam vorangetrieben werden

Der 5. Parlamentarische Meeresabend der Deutschen Meeresstiftung im Zeiss-Großplanetarium Berlin hat ein klares politisches Signal gesetzt: Der Schutz und die nachhaltige Nutzung des Ozeans müssen in Deutschland auf nationaler wie internationaler Ebene wesentlich besser koordiniert werden. Über Parteigrenzen und Ressortgrenzen hinweg müsse das Thema Meer künftig regelmäßiger und verbindlicher auf die politische Agenda des Deutschen Bundestages.

Im Mittelpunkt des Abends stand die Halbzeitbilanz der UN-Dekade der Ozeanforschung für nachhaltige Entwicklung (2021–2030). Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft betonten übereinstimmend, dass die Bedeutung des Ozeans für Klima, Biodiversität, Ernährung, Wirtschaft und globale Stabilität in Deutschland noch immer nicht ausreichend im politischen Handeln abgebildet wird.

Ein besonderes Zeichen setzte die prominente politische Besetzung des Abends, die die wachsende Bedeutung des Ozeans als strategisches Zukunftsthema unterstreichen konnte. Johann Saathoff, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, betonte in seinem Beitrag: „Das Meer ist unsere Lebensgrundlage, vom Sauerstoff zum Atmen bis zu den Fischen, die wir essen. Diesen Schatz gilt es zu schützen. Hierfür ist die UN-Ozeandekade wichtig. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) setzt sich weltweit ein für den Schutz mariner Ökosysteme und die Verbesserung der Lebensbedingungen der Küstenbevölkerung.“

 Ein hochkarätig besetztes Podium mit Johann Saathoff, Marcel Bauer (MdB), Karin Kortmann (DGVN) und Dr. Daniel Dahm (United Sustainability) diskutiert, welche konkreten Schritte notwendig sind, um die Ziele der UN-Ozeandekade in Deutschland zu erreichen.

Frank Schweikert, Vorstand der Deutschen Meeresstiftung, zog ein deutliches Fazit:
„Das wichtigste Ergebnis dieses Abends ist: Die Politik muss beim Thema Ozean national und international wesentlich besser zusammenarbeiten. Meeresschutz und nachhaltige Meeresnutzung dürfen kein Nischenthema einzelner Ressorts oder Parteien bleiben, sondern müssen regelmäßig und verbindlich im Bundestag behandelt werden.“

Den Veranstaltungsmittschnitt können Sie hier einsehen.

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