Halbzeit der UN-Dekade der Meeresforschung für nachhaltige Entwicklung

Mit einem kumulierten Reichweitenpotenzial von über 62 Millionen Kontakten haben die von der Deutschen Meeresstiftung unterstützten Projekte in der ersten Hälfte der UN-Dekade der Meeresforschung für nachhaltige Entwicklung (2021–2030) einen bedeutenden Meilenstein für das Meeresbewusstsein in Deutschland erreicht. Damit setzt die Stiftung bundesweit ein weithin sichtbares Zeichen und setzt Maßstäbe in Sichtbarkeit, Wirkung und strategischer Umsetzung der Dekaden-Ziele in Deutschland.

Die UN-Ozeandekade ist das zentrale internationale Rahmenwerk der Vereinten Nationen für den Ozean und verspricht „eine Revolution in der Meereswissenschaft“ damit Regierungen weltweit auf wissenschaftlicher Grundlage sich stärker für eine nachhaltige Meeres-, Klima- und Umweltpolitik einsetzen. Deutschland nimmt innerhalb dieses globalen Prozesses eine wichtige Rolle ein – nicht zuletzt durch die starke Beteiligung zivilgesellschaftlicher Akteure. Denn es ist noch nicht zu spät für eine nachhaltige Zukunft, betonte die 90-jährige Ozeanpionierin Dr. Sylvia Earle: “Die größte Freude ist es, zu erkennen, dass wir die Chance haben, uns um den Ozean zu kümmern und in den nächsten fünf Jahren noch etwas zu bewegen.”

Die große Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft unterstreicht Vidar Helgesen, Generalsekretär der zwischenstaatlichen Meeres-Organisation der UNESCO und verantwortlich für die Dekade: “Love Your Ocean tut genau das: Es macht Wissenschaft sichtbar, verständlich und nutzbar.” Love Your Ocean ist eine von insgesamt 12 offiziellen UN-Dekadenprojekten der Deutschen Meeresstiftung und prägt deren Umsetzung maßgeblich. Zu den weiteren aktiven und bedeutenden Institutionen zählen das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, weitere Helmholtz- und Leibniz-Institute sowie das Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven, die mit ihrer exzellenten Forschungsarbeit zentrale wissenschaftliche Beiträge zur Ozeandekade leisten. Nach Angaben des Ozeandekade-Komitees sind über 180 Initiativen von über 90 Institutionen Teil der Dekade in Deutschland.

Die 12 von der Deutschen Meeresstiftung seit Beginn der Dekade initiierten und unterstützten Projekte reichen von partizipativen Bildungs- und Beteiligungsformaten über Wissenschaftskommunikation bis hin zu Ausstellungen, Festivals und Konferenzen. Mit dem klimafreundlichen Forschungsschiff ALDEBARAN bringt sie seit 1992 Meeresforschung und Wissenschaftskommunikation direkt zu Menschen; die weltweit größte Ozean Citizen-Science-Initiative mit Tauchern – in Kooperation mit Scuba Schools International (SSI) – liefert Millionen wertvoller Temperatur-Daten an die europäische Wissenschaftsdatenbank EMODNet; der bundesweite Meereswettbewerb begeistert seit 2005 Jugendliche mit ihren eigenen Forschungsexpeditionen; Ocean Lovers Education bringt Meereswissen zusammen mit der International OCEAN FILM TOUR; Love Your Ocean in die Klassenzimmer auf der boot Düsseldorf erreicht mit Hunderten Partnern ein Massenpublikum und verleiht den Ocean Tribute Award; die Ocean Conference Series fördert den Dialog zwischen Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik; Ocean Heroes gibt engagierten Meeresschützer:innen eine Bühne; Ozeanmodule im Miniatur Wunderland macht die Dekade millionenfach erlebbar; die Ocean Knowledge Base übersetzt aktuelle Forschung in handlungsrelevantes Wissen; die permanente Ausstellung Ocean Science Multimedia auf der Cap San Diego zeigt Meeresforschung interaktiv.

Brücke zwischen globaler Politik und gesellschaftlicher Umsetzung

Die Deutsche Meeresstiftung nimmt innerhalb der UN-Ozeandekade eine führende Rolle ein: Sie verbindet internationale wissenschafts- und umweltpolitische Zielsetzungen mit konkreten, erlebbaren Maßnahmen. „Die Deutsche Meeresstiftung leistet einen wichtigen und messbaren Beitrag zur Stärkung des Meeresbewusstseins zur Unterstützung politischer Entscheidungsprozesse auf wissenschaftlicher Basis und zur langfristigen Umsetzung der Ziele der UN-Ozeandekade – national wie international, so Frank Schweikert, Vorstand der Deutschen Meeresstiftung.

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Botschaft von Vidar Helgesen, Generalsekretär der IOC-UNESCO

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