Hamburger Sparda-Award ermöglicht Hamburger Schülerinnen und Schülern Forschungsfahrten zur Suche von Plastik in der Elbe

Junge, neugierige und große Augen auf der Suche nach kleinsten Plastikpartikeln, welche die Elbe hinuntertreiben. So erlebten Hamburger Schülerinnen und Schüler die am 26. und 27. September von der Deutschen Meeresstiftung organisierte Forschungsausfahrt auf der Elbe. Als außerschulischen Lernort und im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016*17 “ Meere und Ozeane“ konnten die drei Schülergruppen der Stadtteilschule Mümmelmannsberg und der Katholischen Bonifatiusschule für einen Tag Meeresforschung hautnah erleben. Unter wissenschaftlicher Betreuung haben die Schülerinnen und Schüler mit einem Planktonnetz und einem Sedimentbodengreifer an mehreren Stationen Wasser- und Sedimentproben genommen.

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Die anschließende mikroskopische Analyse im schiffseigenen Labor ließ bei den Schülern keine Zweifel aufkommen: Auch die Elbe ist belastet mit Mikroplastikpartikeln, die höchst wahrscheinlich aus Duschgels und anderen kosmetischen Produkten stammen und über die Kläranlagen in die Flüsse gelangen. Außerdem konnten die Expeditionsteilnehmer auf der Fahrt auch die Verschmutzung durch große Plastikteile wie etwa Kanister beobachten, die über die Elbe irgendwann ins Meer gelangen und sich dort durch Sonneneinstrahlung und Wellen zu Mikroplastik zersetzen.

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Allein in Deutschland werden pro Tag ungefähr 17 Tausend Plastiktüten verwendet. Viele davon landen früher oder früher später gemeinsam mit vielen anderen Kunststoffprodukten über Abflüsse im Meer und bedrohen die Gesundheit der Ozeane.

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Die Forschungsausfahrten wurden ermöglicht durch unseren zweiten Platz in der Kategorie „Umweltschutz“ des Sparda-Awards 2016. Das hierfür entstandene Video, welches auch auf der Preisverleihung gezeigt wurde, findet ihr auf weiter oben auf dieser Seite.