Die Deutsche Meeresstiftung konnte die Botschaft zur nachhaltigen Entwicklung der Meere von 91 Abgeordneten der parlamentarischen Intergroup „Seas, Rivers, Islands and Coastal Areas“ an die französische Umweltministerin Ségolène Royal überreichen. Außerdem bekam die Crew, die über 2,5 Monate mit dem Forschungsschiff ALDEBARAN auf dem Wasserweg gut 2.500 Kilometer von Berlin nach Paris gereist ist, prominenten Besuch von Fürst Albert II von Monaco.

Gleich am zweiten Tag seines Besuchs in Paris konnte das Team der Deutschen Meeresstiftung die „Deklaration für die Ozeane und das Klima“ von der europäischen Intergroup „Seas, Rivers, Islands and Coastal Areas“ an die französische Umweltministerin Ségolène Royal übergeben. Zusammen mit der Überreichung der Forderungen der Meeresstiftung und Briefen und Botschaften, die die Crew während ihrer 2,5 Monate langen Reise gesammelt hat, konnte so ein wichtiges Ziel erreicht werden. Ministerin Royal versprach im Gespräch eine starke Ausweitung der Meeresschutzgebiete auf bis zu 20 Prozent der französischen Meeresgebiete und einen Kampf gegen die Ausbreitung von Quallen in heimischen Gewässern. Denn durch den anthropogenen Eingriff auf marine Ökosysteme und starke Überfischung steigen die Populationen von anpassungsfähigen Quallenarten drastisch an. Die giftigen Tentakeln der Quallen töten viele Jungfische, so dass die Fischbestände keine Chance haben sich nachhaltig zu erholen.

Im Rahmen der TARA Konferenz „Because The Oceans“, die gemeinsam mit der Prince Albert II of Monaco Foundation organisiert wurde, besuchte Fürst Albert II von Monaco das Stiftungsteam an Bord der ALDEBARAN. Er lobte den Einsatz, im Vorfeld des Klimagipfels auf die Bedeutung der Ozeane für das Weltklima aufmerksam zu machen.

Auf der RENEW-Tour von Berlin zu der UN-Klimakonferenz in Paris traf das Team der Deutschen Meeresstiftung Politiker, Künstler, Journalisten und engagierte Privatpersonen. Ziel der mehrmonatigen Reise entlang von Flüssen und Kanälen war es, eine breite Öffentlichkeit für den Schutz von Klima und Meeren zu interessieren und einen Erfahrungsaustausch unterschiedlicher Ozean-Akteure anzustoßen. Die Deutsche Meeresstiftung versteht sich als Moderator im Dialog zwischen Verantwortlichen aus Umweltpolitik, Rohstoff- und Energiewirtschaft, Wissenschaft und Bildung, Naturschutz und Kultur sowie Schifffahrt, Fischerei, Tourismus und Sport im Themenbereich der nachhaltigen wirtschaftlichen Nutzung der Meere. Angestrebt wird, durch die interdisziplinäre und ressortübergreifende Zusammenarbeit die Rolle Deutschlands als Innovationsführer und Motor für Nachhaltigkeit bei Meeresthemen international zu stärken und einen effizienten Beitrag zum Schutz der komplexen Ökosysteme der Meere zu leisten.

Aldebaran vorm Eiffelturm