Wir brauchen das UN Nachhaltigkeitsziel Nummer 14: Bewahrung und nachhaltige Nutzung der Ozeane, Meere und maritimen Ressourcen zur nachhaltigen Entwicklung

Die UN Mitgliedsstaaten haben sich darauf geeinigt, nachhaltige Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDG) zu entwickeln und sich bis September 2015 darauf zu einigen. Am 27. September werden diese globalen Ziele beschlossen. Ebenso wie die Global Ocean Commission sind wir der Meinung, dass für die Ozeane ein eigenständiges, messbares Ozean-SDG notwendig ist. Es würde einen Rahmen schaffen, um Maßnahmen zu entwickeln, die bestehende Regulierungslücken bezüglich der Hochsee angehen. Ein solches nachhaltiges Entwicklungsziel/SDG ist nicht ausreichend, um die gesicherte Zukunft für die Weltmeere zu gewährleisten. Aber es würde die notwendigen Maßnahmen initiieren, um anzuerkennen, dass die Weltmeere ein globales System darstellen, das als zusammenhängendes Ganzes begriffen und gepflegt/gemanaged werden muss.  Die bestehenden fragmentierten Ansätze führen aktuell dazu, dass sich die Situation der Ozeanen von Jahr zu Jahr verschlechtert. Eine konzertierte Anstrengung ist erforderlich, eingebettet in ein eigenständiges nachhaltiges Entwicklungsziel/SDG. Dies muss untermauert werden durch Reformen in den globalen Regulierungen für die Ozeane. Und diese müssen durch jede einzelne Gesellschaft, deren Regierungen und Institutionen umgesetzt werden, so dass aus den gedruckten Wörtern Taten werden, die die Meere erreichen.

Deshalb unterstützen wir das SDG Nummer 14: Bewahrung und nachhaltige Nutzung der Ozeane, Meere und maritimen Ressourcen zur nachhaltigen Entwicklung “.

Dieser Vorschlag hat es so weit geschafft, dass er in die thematische Diskussion der UN Fachgruppe für die Entwicklung der SDG aufgenommen wurde. Insgesamt werden aktuell 17 nachhaltige Entwicklungsziele diskutiert. Wer sich hier an der globalen Meinungsbildung beteiligen will, kann seine Stimme bei myworld2015.org abgeben, ein Projekt, das gemeinsam mit unserem Partner Yann Artus Bertrand umgesetzt wurde. Im September werden die Ergebnisse dann von der UN-Versammlung verabschiedet.

Den aktuellen Stand findet man hier:http://www.zeit.de/news/2015-05/13/wissenschaft-plastik-muell-in-fluessen-und-meeren-nimmt-zu-13164608

DIE BEDEUTUNG DER WELTMEERE WIRD HÄUFIG UNTERSCHÄTZT: DABEI SIND 3 MILLIARDEN MENSCHEN DIREKT VON IHNEN ABHÄNGIG.

DIE ÖKONOMISCHE BEDEUTUNG DER OZEANE IST BEEINDRUCKEND

Quelle: Global Ocean Commission

Ziel 14. Ozeane erhalten – Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen

14.1 Bis 2025 jegliche Art von Meeresverschmutzung inklusive Meeresmüll und Überdüngung, vor allem durch landbasierte Aktivitäten, zu verhindern und signifikant zu reduzieren.

14.2 Bis 2020 marine und Küstenökosysteme nachhaltig zu verwalten und zu schützen, unter anderem durch die Stärkung ihrer Widerstandskraft, um signifikante, negative Auswirkungen zu verhindern und Maßnahmen für ihre Restaurierung zu unternehmen, um gesunde und produktive Meere zu erreichen.

14.3 Die Auswirkungen der Ozeanversauerung zu minimieren und zu adressieren, unter anderem durch verstärkte wissenschaftliche Kooperation auf allen Ebenen.

14.4 Bis 2020 die Wildsammlung effektiv zu regulieren und Überfischung, illegale, nicht gemeldete und unregulierte Fischerei sowie destruktive Fischereimethoden zu beenden und wissenschaftsbasierte Managementpläne zu implementieren, um Fischbestände innerhalb der kürzest möglichen Zeit wiederherzustellen, mindestens bis zu dem Niveau, dass sie den durch biologische Charakteristiken definierten größtmöglichen Dauerertrag liefern können.

14.5 Bis 2020 mindestens zehn Prozent der marinen und Küstenregionen zu schützen, im Einklang mit nationalen und internationalen Gesetzen und auf den besten verfügbaren wissenschaftlichen Informationen basierend.

14.6 Bis 2020 bestimmte Formen der Fischerei-Subvention zu verbieten, die zur Überkapazität und Überfischung beitragen, Subventionen zu verhindern, die zu illegaler, nicht gemeldeter und unregulierter Fischerei beitragen und es zu unterlassen neue solche Subventionen einzuführen, erkennend, dass angemessene und effektive Spezial- und Andersbehandlung von Entwicklungsländern und am wenigsten entwickelten Ländern ein integraler Teil der WTO-Verhandlungen zu Fischereisubventionen sein sollte.

14.7 Bis 2030 den wirtschaftlichen Nutzen aus nachhaltiger Verwendung mariner Ressourcen für kleine Entwicklungsinselstaaten und am wenigsten entwickelten Länder zu erhöhen, unter anderem durch nachhaltiges Fischereimanagement, Aquakultur und Tourismus.

14.a Wissenschaftliches Wissen zu vermehren, Forschungskapazität zu entwickeln und Marinetechnik zu übertragen, unter Beachtung der Kriterien und Richtlinien der Zwischenstaatliche Ozeanographische Kommission für die Übertragung von Marinetechnik, um die Meeresgesundheit zu verbessern und den Beitrag mariner biologischer Vielfalt für die Entwicklung von Entwicklungsländern zu erhöhen, besonders für kleine Entwicklungsinselstaaten und am wenigste entwickelte Länder.

14.b Zugang zu Meeresressourcen und -märkte für kleine, handwerkliche Fischer zu ermöglichen.

14.c Die Bewahrung und die nachhaltige Nutzung der Ozeane und ihrer Ressourcen zu verstärken, indem internationale Gesetze wie sie das UNCLOS umgesetzt werden, das einen rechtlichen Rahmen für die Bewahrung und nachhaltige Nutzung der Ozeane und ihrer Ressourcen vorgibt, wie es in Paragraph 158 von „Die Zukunft, die wir wollen“ angemahnt wird.

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