Hochseeschutzgebiet

Unsere Forderung: Die Hochsee soll ein Meeres-Schutzgebiet werden.

Die Weltmeere bestehen aus den nationalen Gewässern der circa 150 souveränen Staaten und der Hochsee, die circa 58% der Wasserfläche ausmacht. Der Fang in den nationalen 200 Meilenzonen (oder Ausschließliche Wirtschaftszonen (AWZs)) ist relativ einfach für die Fischereiflotten. Wer in die Hochsee aufbricht, verbraucht dafür wesentlich mehr Zeit und Energie.

Ebenso wie die Global Ocean Commission schlagen wir hier diverse Maßnahmen vor, um der Ausbeutung der Ozeane Einhalt zu gebieten. Die Gewässer und ihre Bewohner brauchen Regenerationszonen. So soll für nachfolgende Generationen ein Erbe geschaffen werden, das gesunde und widerstandsfähige Meere hinterlässt, die nicht mehr an Zerstörung und Raubbau leiden.

Begleitend zu diesen Maßnahmen bedarf es einer kontinuierlichen wissenschaftlichen Forschung. Damit lassen sich die Auswirkungen der menschlichen Aktivitäten auf die Hochsee bewerten. Auf dieser Basis können bessere Entscheidungen getroffen werden für eine Umkehr der Zustände in der Hochsee. In Zukunft darf nicht mehr der Mangel an ausreichend wissenschaftlich basierten Informationen als Grund für die Untätigkeit der internationalen Gemeinschaft in ihrem Einsatz für intakte Ozeane angeführt werden.

Die hier vorgestellten Erkenntnisse basieren auf neuen wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Daten und Analysen zur Wechselwirkung von Fischbeständen auf hoher See und solchen in den nationalen Wirtschaftszonen, die von der Global Ocean Commission zusammengetragen wurden. Diese besagen, dass eine Schließung der Hochsee für kommerzielle Fischerei nicht nur der Erholung von Fischbeständen und des Klimas dient, sondern auch aus ökonomischen Aspekten sinnvoll ist.

Nur 1% aller Fische sind ausschließlich in der Hochsee zu fangen.

DIE HOCHSEE ZU SCHÜTZEN HÄTTE NUR EINEN MINIMALEN EINFLUSS AUF DIE GLOBALE FISCHINDUSTRIE.

Quelle: The State of World Fisheries and Aquaculture 2014 von der Food and Agriculture Organization of the United Nations

So zeigt sich, dass nur industrielle Fischerei es sich leisten kann auf die Hochsee rauszufahren und dort mit hohem Energieaufwand relativ wenig Fisch fängt, der dann den regionalen Fischern nicht mehr zur Verfügung steht. Siehe Grafik.

Die Hochsee zu schützen hätte große Auswirkungen auf die Umwelt.

BEI MINIMALEN KOSTEN UND EINEM GROSSEN WIRTSCHAFTLICHEN NUTZEN.

Quelle: Global Ocean Commission 2014
Die industrieelle Hochseefischerei zieht mit 1% der Fangschiffe ca. 14% der Fangmengen an Land und nimmt der regionalen Fischerei die Grundlage.

Die Schließung der Hochsee ist nicht nur gut für Klima und Fischbestände. Sie ist ökonomisch sinnvoll.

Diese Vorschläge können den Kreislauf der Zerstörung unterbrechen und umkehren. Aber es gibt bereits eine Vielzahl an sinnvollen Vorschlägen, die in der Vergangenheit nicht umgesetzt wurden. Sollte die Zerstörung der Hochsee weiter anhalten, wird das einen entscheidenden Einfluss auf die Ozeane und die Menschen auf dem gesamten Planeten haben. Deshalb müssen Konsequenzen folgen, die diese natürliche Ressource erhalten.

Ein internationaler Ozean Rechenschafts-Rat soll eine unabhängige Überwachung der Fortschritte vornehmen. Sollte die Zerstörung auch nach einem Zeitraum von fünf Jahren weiter voranschreiten, sollte die Weltgemeinschaft von Staaten prüfen, die Hochsee für industrielle Fischerei zu schließen. Ausnahme sind Bereiche, die nachweislich und effizient von regionalen Fischreiorganisationen betreut werden. Die Aufhebung eines solchen Verbots kann nur in Zusammenhang mit einem Maßnahmenkatalog für effektives Ressourcen Management vor Ort zur Erhaltung und Bewirtschaftung der Fischbestände erfolgen.

Das Ziel dieses Regenerationszonen-Konzepts ist, die Fischbestände nachhaltig für jetzige und künftige Generationen zu erhalten und diese globalen Gemeinschaftsgüter für die Gesundheit des Planeten, seiner Menschen und seiner Artenvielfalt zu sichern.

Welche Auswirkungen könnte ein Schutz der Hochsee haben?

DAS KOMPLETTE BEENDEN DER HOCHSEEFISCHEREI WÜRDE GLEICHZEITIG EINEN GEWINN BRINGEN:

Quelle: Close the High Seas to fishing?; White and Costello (2014)

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