Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) meldet die Sichtung seltener Meeresbewohner. Im Rahmen eines Meeresmonitorings seien demnach im Juni zwei Zwergwale an der Doggerbank und ein Riesenhai am Sylter Außenriff beobachtet worden. Beide Arten kommen durchaus in der Nordsee vor.

Wirkt bedrohlich – ist aber vollkommen harmlos: Riesenhaie sind reine Planktonfresser.

Laut Artenlexikon des WWF wird der Riesenhai bis zu zwölf Meter lang und bis zu sieben Tonnen schwer. Der zweitgrößte Fisch der Erde ist als gefährdet eingestuft und genießt daher globalen Schutzstatus. Gefährlich ist er nicht. Riesenhaie ernähren sich ausschließlich von Plankton. Auf ihren Wanderrouten hinter den Planktonströmen können sie jährlich über 3.000 Kilometer zurücklegen. Ausschlaggebend für die Durchzugsgebiete sei vor allem das Nahrungsspektrum, bestätigt das BfN auf Nachfrage der Deutschen Meeresstiftung. Deren Vorkommen ist wiederum an hydrografische und Klimafaktoren gekoppelt. So können die Planktonströme durchaus auch küstennahe Gewässer passieren. Der Bereich um die Doggerbank verzeichne generell große Auftriebsgebiete. Die nahen Offshore-Windparks hätten darauf also keinen Einfluss, betont das BfN. Das betreffende Meeresgebiet ­– das Sylter Außenriff ist genau wie der Borkum Riffgrund und die Doggerbank als deutsches Natura 2000-Schutzgebiet ausgewiesen – ist relativ klein. Deshalb könnten hier so große Tiere nur selten beobachtet werden.

Quellen: www.bfn.de, www.wwf.de
Fotos: naturepl.com, Alan James (WWF)/Florian Graner (WWF)