Die Deutsche Meeresstiftung ist über 2,5 Monate mit dem Forschungsschiff ALDEBARAN auf dem Wasserweg von Berlin nach Paris gereist. Die gut 2.500 Kilometer, fast 400 zu passierende Schleusen und die Strapazen für Crew und Schiff haben sich gelohnt, denn in Paris bekommt das Team seit zehn Tagen Unterstützung und positive Resonanz sowohl von der Politik als auch Prominenz.

Während der Klimakonferenz in Paris fanden viele meeresbezogene Aktivitäten statt, bei denen die Deutsche Meeresstiftung Dialoge mit wichtigen Ozeanakteuren führen und neue Unterstützer gewinnen konnte. Unter anderem nahm die Crew gemeinsam mit 500 Stand Up Paddlern an der „Armada for the Climate“ teil, welche im Rahmen der Klimakonferenz von der Ocean and Climate Platform organisiert wurde, einem Zusammenschluss aus NGOs, Forschungsinstituten und Stiftungen, die zum Schutz der Meere in Unterstützung der UNESCO Intergovernmental Oceanographic Commission im letzten Jahr gegründet wurde. In Anwesenheit vieler prominenter Gäste wie den marokkanischen Organisatoren des COP22 im nächsten Jahr wurde offiziell die Flagge der Ocean and Climate Platform von der Botschafterin und weltbekannten Seglerin Catherine Chabaud an die Crew überreicht. Ebenfalls konnte die Meeresbotschaft der parlamentarischen Intergroup Seas, Rivers, Islands and Coastal Areas gemeinsam mit dem stellvertretenden Leiter der Intergroup, Ricardo Serrão Santos an die erste Weltumseglerin übergeben werden. Im Rahmen der TARA Konferenz „Because The Oceans“, die gemeinsam mit der Prince Albert II of Monaco Foundation organisiert wurde, besuchte Fürst Albert II von Monaco das Stiftungsteam an Bord der ALDEBARAN. Er lobte den Einsatz, im Vorfeld des Klimagipfels auf die Bedeutung der Ozeane für das Weltklima aufmerksam zu machen.

Auf der RENEW-Tour von Berlin zu der UN-Klimakonferenz in Paris traf das Team der Deutschen Meeresstiftung Politiker, Künstler, Journalisten und engagierte Privatpersonen. Ziel der mehrmonatigen Reise entlang von Flüssen und Kanälen war es, eine breite Öffentlichkeit für den Schutz von Klima und Meeren zu interessieren und einen Erfahrungsaustausch unterschiedlicher Ozean-Akteure anzustoßen. Kein einfaches Unterfangen, denn viele Hindernisse wie Kanalsperrungen, Streiks der Schleusenwärter, Motorschäden und die Kälte in den Wintermonaten konfrontierten die Crew täglich mit neuen Herausforderungen. Insgesamt wurden auf der rund 2500 km langen Strecke 388 Schleusen passiert, wovon allein 345 auf der französischen Route lagen.

Die Deutsche Meeresstiftung versteht sich als Moderator im Dialog zwischen Verantwortlichen aus Umweltpolitik, Rohstoff- und Energiewirtschaft, Wissenschaft und Bildung, Naturschutz und Kultur sowie Schifffahrt, Fischerei, Tourismus und Sport im Themenbereich der nachhaltigen wirtschaftlichen Nutzung der Meere. Angestrebt wird, durch die interdisziplinäre und ressortübergreifende Zusammenarbeit die Rolle Deutschlands als Innovationsführer und Motor für Nachhaltigkeit bei Meeresthemen international zu stärken und einen effizienten Beitrag zum Schutz der komplexen Ökosysteme der Meere zu leisten.