Für alle, die über die UN-Klimakonferenz in Paris erste Basis-Informationen suchen, bietet das Magazin BIORAMA einen Kurztext mit folgenden Kernaussagen:

1. Gipfeltreffen der internationalen Klimaschutzpolitik

Die UN-Klimakonferenz (auch „COP21“ genannt) wird von der UNO organisiert und soll Klimaschutzpolitik auf internationaler Ebene ermöglichen, was bei den globalen Ursachen und Konsequenzen des Themas die einzig sinnvolle Herangehensweise ist. Sie bildet die jährliche Vertragsstaatenkonferenz der UNFCCC, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den anthropogenen Klimawandel zu verlangsamen und seine Folgen zu mindern. 

2. Massenveranstaltung

Alle 194 Mitgliedsstaaten der Klimarahmenkonventionen werden 2015 an der Konferenz teilnehmen. Man erwartet ca. 40.000 Teilnehmer und 3.000 Journalisten in Paris.

3.  Gastgeber der 21. UN-Klimakonferenz

Die Verhandlungen werden von 30. November bis 11. Dezember 2015 in Bourget, nordöstlich von Paris, stattfinden. In der französischen Hauptstadt selbst werden „Side Events“ für alle Teilnehmer veranstaltet.

4. Gesucht: Nachfolger des Kyoto Protokolls

Das Kyoto-Protokoll von 1997 gilt als erstes völkerrechtliches, verbindliches Klimaschutzabkommen. Darin wurden Industriestaaten (nicht jedoch Schwellen-und Entwicklungsländer wie z.B. China) zur Emissionsreduktion verpflichtet, um 5% weniger Treibhausgase zu produzieren. Wirklich in Kraft getreten ist das Abkommen erst 2005, als genügend Staaten den Vertrag unterzeichnet hatten. Die USA sind dem Kyoto-Protokoll nie beigetreten.

5. Vielgestaltige Probleme

Zum einen gilt es, die Umweltprobleme mit völkerrechtlich verbindlichen Gesetzen in den Griff zu bekommen. Zum anderen versuchen Industrie- und Schwellenländer, ihre wirtschaftlichen Interessen durchzusetzen.

6.  2-Grad-Ziel

Der diesjährige  COP21-Schwerpunkt ist das sogenannte 2-Grad-Ziel. Bis 2050 sollen weltweite Emissionen um 40% bis 70% reduziert werden, damit der Temperaturwert von 2 Grad Celsius nicht überschritten wird (Anmerkung: Bereits bei einer Erwärmung von 1,5 Grad haben jedoch Warmwasserkorallen und die von ihnen abhängigen Ökosysteme keine Überlebenschance). Und die Meere haben bisher ca. 90% der Klimaerwärmung aufgenommen. Ob das weiterhin so funktioniert ist nicht bekannt.

7.  Clean Power Plan der USA

2012 waren die USA allein für 12,64 Prozent der weltweiten Emissionen verantwortlich. Nur China hat noch höhere Emissionswerte zu verantworten. Um die CO2-Emissionen zu minimieren, hat Präsident Barack Obama deshalb im August den Clean Power Plan veröffentlicht.

8. Klima-Beitrag der EU

Die Europäische Union legte bereits am 6. März 2015 Vorschläge zu emissionsreduzierenden Maßnahmen vor: Bis 2030 sollen 40% weniger Treibhausgase, verglichen mit dem Stand 1990, in die Atmosphäre gelangen.  Umweltschützer kritisieren die Zehn-Jahresschritte, in denen die Vorschriften aktualisiert und geändert werden sollen, als viel zu lang und eine 40%ige Reduktion als zu gering. 

9. Ausstellung in Paris 

Im Rahmen von  „Solutions COP21“ werden vom  4. bis 10. Dezember 2015 im Grand Palais in Paris über 100 Aussteller Innovationen zum Thema Klimawandel präsentieren. Der Eintritt ist frei und für jeden zugänglich.

10. Demonstration

Am Tag nach dem offiziellen Ende der Konferenz findet eine weltweite Großdemonstration statt.