Mehr als 70 Prozent der Erde sind mit Wasser bedeckt. 92 Prozent der Welt-Wasservorräte stecken in den Ozeanen. Damit spielen diese eine der wichtigsten Rollen, wenn es um die Umweltgesundheit unserer Welt geht. Aber den Meeren geht es schlecht – auf und unter der Oberfläche. Das amerikanische Blog Mashable hat sieben alarmierende Ozean-Fakten aufgelistet.

 

Bis zu 13 Milliarden Tonnen Plastikmüll landen jedes Jahr in den Ozeanen

Wer heute an den Strand geht, findet nicht nur Treibholz und Muschelschalen, sondern vor allem Plastikmüll. Einkaufstüten, Spielzeug, Fischernetze, sonstiges aus Plastik. Keine Küste weltweit ist davor sicher – vom Nord- bis zum Südpol. Mit dem Plastik-Müllberg, der jedes Jahr in die Weltmeere gespült wird, könnte man Berlin jedes Jahr dreimal zuschütten. Fatale Folge. Seevögel verhungern elendig, weil kleine Plastikteile ihren Magen verstopfen, Seehunde ersticken in Plastiktüten. Und das Problem wird größer. Mittlerweile treibt im Nordpazifik ein Müllstrudel, der mittlerweile so groß ist wie Zentraleuropa.
Der Meeresspiegel ist alleine in den letzten hundert Jahren um mehr als einen Meter gestiegen.

 

Die Meeresoberfläche steigt jedes Jahr um drei Millimeter

Das sieht nach nicht sehr viel aus. Doch über die Jahre kommt dann einiges zusammen. So wird der Meeresspiegel bis zum Jahre 2100 um rund einen Meter höher sein als noch 1990. Alleine das wird in den nächsten Jahrzehnten Kosten von mehr als einer Billiarde Dollar verursachen. Grund für den steigenden Meeresspiegel ist das wärmer werdende Klima. Durch die steigenden Temperaturen schmelzende Gletscher und Eiskappen spülen immer mehr Wasser in die Meere. Hinzu kommt, dass sich die Ozeane durch die steigenden Temperaturen weiter ausdehnen. So nimmt ihr Volumen immer mehr zu. Folge: Der Meeresspiegel steigt weiter.

 
Die Temperatur an der Meeresoberfläche ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen

Wer gerne im Meer schwimmt, wird diese Entwicklung vielleicht begrüßen. Um mehr als 17 Grad Celsius ist die Temperatur der Meeresoberfläche in den letzten Jahren gestiegen. Doch das bedeutet nicht nur mehr Badevergnügen an den diversen Stränden weltweit. Wenn das Wasser wärmer wird, hat das auch mehr und stärkere tropische Wirbelstürme zur Folge.

Und schon kleine Temperaturveränderungen können das ganze maritime Ökosystem durcheinanderbringen. In vielen Gegenden passiert das schon, befürchten Wissenschaftler. Durch die Temperaturveränderungen werden so beispielsweise Bakterien in Ozeanbereiche gespült, wo es sie vorher nicht gab. Häufig mit verheerenden Folgen für die dort schon vorhandenen Lebewesen.

 

Mehr als 60 Prozent der Fischbestände sind überfischt

Seit den 1970er Jahren ist die Population der meisten Fischarten um mehr als die Hälfte zurückgegangen. Grund ist gnadenlose Überfischung. Denn wenn die Fischerei zu viele Fische fängt und der Population nicht genügend Zeit bleibt, sich zu erholen, dann stirbt diese Fischart über kurz oder lang aus. Mit verheerenden Folgen auch für die Menschen.

Warnendes Beispiel ist der Kabeljau. Dessen Bestände brachen nach Überfischung massiv zusammen. 40.000 Fischer wurden ihre Jobs los. Und bekommen sie auch nicht wieder. Wissenschaftler sehen erste Anzeichen dafür, dass sich die Kabeljau-Bestände nicht wieder erholen, sondern durch andere Fischarten ersetzt werden.

 

Mehr als 90 Prozent der Raubfische sind ausgerottet

Als Anfang der 2000er in North Carolina die Zahl der Haie deutlich zurückging, brach auch die jahrhundertealte heimische Jakobsmuschelfischerei zusammen. Grund waren Rochen. Üblicherweise hielten die Haie deren Population auf einem vernünftigen Niveau. Doch mit dem Verschwinden der Haie explodierte die Zahl der Rochen. Und die plünderten die üblichen Jakobsmuschelbestände.

Mehr als 90 Prozent der wichtigsten Meeresjäger, inklusive Haien, Tunfischen und Schwertfischen sind durch Fischerei verschwunden. Ohne diese Fressmaschinen wächst deren übliche Beute – mit meistens verheerenden Folgen für lokale und regionale Ökosysteme, wie das Beispiel der Jakobsmuscheln zeigt.

 

Jedes 2. karibische Riff ist ausgebleicht und leblos

Schon im Jahr 2005 war jedes zweite karibische Korallenriff schwer geschädigt. Aufgrund von Umweltverschmutzung und der wärmer werdenden Weltmeere bleichen die Korallen aus. Dabei sind lebendige Korallen überlebensnotwendig für die Meere. Und lebendige Korallen sind farbig. Leiden die Korallen, tun das auch 25 Prozent der Meeresbewohner, die direkt von und mit den Korallen leben.

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30 Prozent der Kohlendioxidemissionen landen im Ozean

Die Ozeane sind der größte und damit der wichtigste Speicher von Kohlendioxid. 30 Prozent der Kohlendioxidemissionen landen heutzutage in den Weltmeeren. Und die werden, trotz aller Versuche den Ausstoß einzudämmen, immer mehr. Allein die USA sind heute verantwortlich für 16 Prozent aller CO2-Emissionen.

Das Kohlendioxid reagiert mit dem Ozeanwasser. Dessen Säuregehalt steigt dadurch deutlich an. Das führt zum Beispiel dazu, dass Muscheln nicht mehr genügend Kalk entwickeln können. Manche Fischarten bekommen dadurch Schwierigkeiten bei der Fortpflanzung.

Es warten also viele Aufgaben auf die Menschheit, um die Meere zu retten. Und das vor dem wichtigsten Fakt überhaupt.
Wir haben erst weniger als 10 Prozent der weltweiten Meere erforscht. Der Rest ist uns noch völlig unbekannt.